Tierheilpraxis Hof Repente

Warum Tierheilpraxis?

In den vergangenen 20 Jahren hatte ich zwei einschneidende Erlebnisse: Mein Pferd Cidre verstarb 2012 kurz nach der Ankunft in der Tierklinik. Die Ärzte dort konnten nichts mehr für ihn tun. 
Der zweite Fall war 2014: Riscado zeigte auf der Koppel Koliksymptome. Mein Anruf bei unserem betreuenden Tierarzt ergab, dass er für Koliken/Notfälle keine Zeit habe und man meist eh nichts machen könne. In meiner Verzweiflung ergriff ich Eigeninitiative. Ich flößte ihm zwei Liter Parafinöl ein und gab ihm ein Schmerzmittel aus der Humanmedizin. Währenddessen bereitete mein Mann Steffen das Gespann vor und ich fuhr Riscado in die Tierklinik nach Seeburg. Riscado erfreut sich mit seinen 23 Jahren nach wie vor an seinem Leben und ich mich auch.
Die tierärztliche Gesamtsituation war für mich nicht zufriedenstellend. Und so stellte ich mir die Frage: Was kann ich für meine Tiere tun? Zum einen betreut seit Jahren wieder Martin Grell, mit ihm und seiner Familie verbindet uns eine langjährige Freundschaft, meinen Tierbestand. Er scheut den weiten Weg aus Berlin nicht, um mit Herzblut alles daran zu setzen, den Tieren zu helfen. Zum anderen verbindet mich mit Seeburg eine lange Zusammenarbeit. Alle Pferde, die ich nicht fachlich betreuen kann, werden zur Tierklinik Seeburg gefahren. Und zum dritten habe ich mich intensiv mit Krankheitssymptomen, offenen Wunden, Koliken, Medikationen, Phytotherapien, alternativen Behandlungsmöglichkeiten und Futterergänzungsmitteln auseinandergesetzt sowie viele, viele stundenlange Gespräche mit Martin geführt und ihn mit Fragen gelöchert. So mancher Abend wurde sehr lang. Über die Jahre, in denen ich meinen Tierbestand nun fast in Eigenregie „ärztlich“ versorge, konnte ich mir eine Menge an theoretischem und praktischem Wissen erarbeiten. Die Aussicht, dass unsere Tochter Isabell Kreutzer-Görsch und ihr Ehemann Florian die Anlage Hof Repente weiterführen werden, bestärkte mich, den schon lange gehegten Gedanken in die Tat umzusetzen und Hof Repente um ein Tiergesundheitszentrum zu erweitern. Martin Grell unterstützt uns mit seinem exzellenten Fachwissen und seine Frau Maike mit ihrem Wissen um die Osteopatie. Isabell steht bereits, obwohl sie noch in München lebt und arbeitet, ebenfalls als ausgebildete TMFA der Uni München mit Rat und Tat zur Seite.

Ich selbst sehe mich als Tierheilpraktikerin als ein Bindeglied zwischen Tierhalter und Tierarzt. Meine Aufgabe ist es, die Situation zu erkennen und zu beurteilen, um somit dem Tierhalter erste Hilfemaßnahmen an die Hand zu geben bzw. selbst tätig zu werden. Denn bis der Tierarzt kommt, können wir schon eine Menge tun. Meine Erfahrung ist, dass Tierärzte Fach- und Handlungswissen sehr schätzen. In diesem Sinne lassen Sie uns einen gemeinsamen Weg finden, moderne schulmedizinische Behandlungsmethoden mit alternativen naturheilkundlichen Ansätzen zum Wohle des Tieres zu kombinieren. Ihre Antje Kreutzer

Ein Fallbeispiel

Diese sehr schlimme Hautläsion wurde in der Erstversorgung von der Besitzerin unter meiner Hilfestellung mit Rat und Verbandsmaterialien mit  einem warmen Angussverband desinfiziert und versorgt. Eine hinzugezogene Tierärztin verschrieb Antibiotika. Während der Abheilung wurden die Wunden auf mein Anraten mit Salben gepflegt und vorsichtshalber bekam das Pferd über 5 Tage Cortison. Wir konnten einen sogenannten „Elefantenfuss“ verhindern. Das Bein ist vollständig verheilt.